Kriterien

Sinnvoller Schutz durch eine gute Sonnenbrille
Neben dem Schutz der Haut sollte der Sonnenschutz besonders den Augen gelten. Denn Sonnenlicht ist eine bedeutende Quelle von gefährlichen UV-Strahlen, die verschiedenes Augengewebe schädigen kann. Bleibende Schäden an Linse und Netzhaut, die das Sehvermögen beeinträchtigen, sind schmerzlos und machen sich erst viele Jahre später bemerkbar. Daher ist es wichtig, die Augen durch eine gute Sonnenbrille zu schützen.

UV-Licht schadet den Augen
Sonnenlicht ist eine bedeutende Quelle von UV-Strahlen, die verschiedenes Augengewebe schädigen kann. Besonders schädlich fürs Auge wird es, wenn ohne Sonnenbrille in der Sonne ein Buch gelesen wird. Durch das weiße Papier wird das reflektierte Sonnenlicht auf eine Stelle im Auge gebündelt, warnt die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Ähnliche Situationen ergeben sich bei Aktivitäten im Schnee und Sonnenschein.

Schäden machen sich erst später bemerkbar
Bleibende Schäden an Linse und Netzhaut, die das Sehvermögen beeinträchtigen, sind schmerzlos und machen sich erst über Jahre bemerkbar. Spätfolgen sind eine Linsentrübung, der so genannte Graue Star (Katarakt), oder die Makula-Degeneration, eine Netzhaut-Erkrankung bei der die Stelle des schärfsten Sehens geschädigt ist. Sie ist die häufigste Ursache für die Blindheit im Alter.

Mehrere Studien zeigen den Zusammenhang zwischen UV-Licht-Bestrahlung und der Entwicklung eines Grauen Stars: So bekamen zum Beispiel Hochseefischer ohne Sonnenschutzgläser drei Mal so häufig einen Grauen Star wie Hochseefischer mit Sonnenbrillen.

Sonnenbrillenkauf: Darauf sollten Sie achten
Beim Kauf einer Sonnenbrille sollten Verbraucher unbedingt auf Qualität achten. Gute Sonnenbrillen sind unter anderem am "UV-400"- und am "CE"-Zeichen zu erkennen. Alternativ kann dort auch stehen: "absorbiert 99 % der UV-Strahlen" oder "absorbiert UV-Strahlen bis 400nm". Um ganz sicher zu sein, kann man die Gläser auf UV-Schutz prüfen lassen.

Hochwertige Gläser haben keine Fehler wie Luftbläschen, geben die Umwelt unverzerrt wieder und haben durch einen inländischen Vertrieb eine Produkthaftung.

Was sagt die Farbe der Brillengläser aus?
Die Farbe eines Sonnenbrillenglases hat übrigens nichts mit dem UV-Schutz zu tun. Auch nicht getönte Scheiben können einen 100-prozentigen UV-Schutz gewährleisten. So ist beinahe jedes bessere Glas eines namenhaften Lieferanten mit einem UV-Schutz versehen.
Aber auch beinahe komplett schwarze Gläser können die schädliche UV-Strahlung unbehelligt passieren lassen! Die Tönung und Intensität der Glasfarbe beeinflusst lediglich den Blendschutz.

Übrigens: Das Tragen eines Hutes reduziert die UV-Belastung lediglich um 50 Prozent!

Kinderaugen reagieren auf Sonnenlicht besonders empfindlich
Eltern sollten ihren Kindern daher so früh wie möglich eine Sonnenbrille aufsetzen. Weil ihre Augenlinsen noch nicht voll entwickelt sind, können sie UV-Strahlung noch nicht so gut filtern. Bei Kindern unter zehn Jahren treffen 75 Prozent der gefährlichen Strahlung ungehindert auf die Netzhaut.

Wichtig ist auch darauf zu achten, das die Sonnenbrille von dem Kind nicht zum Spielen genutzt wird. Wird die Sonnenbrille auch ohne Sonneneinstrahlung getragen, wird die Entwicklung der natürlichen Schutzfunktion des Auges gestört.

Da Glas bei Bruch splittert und so die Verletzungsgefahr hoch ist, sollten Kinder unbedingt Sonnenbrillen mit Kunststoffgläsern tragen. Eine gute Kindersonnenbrille bietet neben einem wirksamen UV-Filter einen zusätzlichen Seitenschutz gegen die Streustrahlung von reflektierenden Flächen.
Bei der Wahl der Fassung empfiehlt sich ein Kunststoffrahmen. Ein Metallrahmen verursacht bei Stürzen Schnittverletzungen am Auge.

Gelbfilter, Polarisationsfilter
Gelbfilter: Blockiert blaues Licht, die Umgebung sieht gelblich verändert aus. Er führt zu verbessertem Kontrast bei weit entfernten Objekten, speziell bei Schnee und Nebel, sehr beliebt bei Skiläufern, Jägern, Schiffsfahrern und Piloten.

Polarisationsfilter oder polarisierter Filter

Blocken Streulicht wie reflektiertes Licht von Wasseroberflächen oder Steinpflastern. Besonders hilfreich beim Autofahren oder Fischen. Polarisationfilternde Sonnenschutzgläser haben nichts zu tun mit UV-lichtabsorbierenden Sonnenbrillen, sind aber häufig kombiniert mit UV-Schutz.

Spiegelnde Gläser
Die dünne Aufdampfung von verschiedenen Metalllegierungen auf die Glasoberfläche vermindert die Lichtmenge, ist jedoch kein sicherer Schutz vor UV-Strahlung und ist sehr empfindlich gegenüber Kratzern.

Seitenschutz

Sonnenbrillen mit Seitenschutz schützen vor Licht, das seitlich ins Auge eintritt. Studien zeigten, dass seitlich eintretende UV-Strahlen den Effekt von Sonnenschutzbrillen deutlich vermindern können.
Nun bedeutet Seitenschutz nicht zwangsläufig "Scheuklappen" an den Seiten der Brille. Einen guten Schutz bieten auch modische Sonnenbrillen mit einer höheren Durchbiegung als gewöhnlich. Diese Brillen liegen auch seitlich gut an und sind mittlerweile auch gut mit Glasstärken zu versehen, falls man nicht nur einen guten Sonnenschutz sucht, sondern damit auch eine Augenkorrektur vornehmen möchte.

Gradientenbrille
Gradientenbrillen sind im oberen Bereich der Brille dunkel und im unteren Bereich hell gefärbt. Diese Gläser blocken die Blendung von oben und erlauben die normale Sicht nach unten – nützlich für Autofahrer. Am Strand sind sie nicht zu empfehlen, da in diesem Fall die Blendung von unten nicht vermieden wird.

Als Sonnenbrille fürs Autofahren werden braun, grün oder grau getönte Gläser empfohlen. Diese verfälschen den natürlichen Farbeindruck am wenigsten, Warnschilder und Lichtsignale bleiben gut erkennbar. Gelbliche Tönungen verstärken die Kontraste und sind ebenfalls für den Straßenverkehr geeignet.



Laser OP? / 

KontaktImpressumGästebuch